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Mi, 01.11.2017, 20:51 Uhr

Saftlinge in der Wahner Heide

Landschaftswacht Klaus Hanisch konnte zwei Arten dieser besonders geschützten Pilzgattung finden...

Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)
Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)
© Klaus Hanisch
Alle Arten der Pilzgattung Hygrocybe sind besonders geschützt. D.h. selbst diejenigen unter ihnen, die essbar sind, dürfen nicht gesammelt werden. In der Wahner Heide - wie in jedem Naturschutzgebiet - gilt das Sammelverbot im Übrigen für alle Pilzarten.

Im Deutschen heißen die Vertreter dieser Gattung Saftling oder Ellerling. In NRW sind allein 33 Arten bekannt, fast alle von ihnen sind hochgradig gefährdet. Denn die meisten von ihnen sind Bioindikatoren für Nährstoffarmut und damit für einen ursprünglichen Zustand der von ihnen besiedelten Heiden und Sandtrockenrasen.

Kirschroter Saftling (H. coccinea)
Kirschroter Saftling (H. coccinea)
© Klaus Hanisch
Landschaftswacht Klaus Hanisch konnte in diesem Oktober im Nordwesten der Wahner Heide zwei Arten nachweisen: den vergleichsweise anpassungsfähigen und daher noch häufigen Schwärzenden Saftling (Hygrocybe conica) und den in NRW gefährdeten Kirschroten Saftling (Hygrocybe coccinea).

Bei gezielter Nachsuche könnten möglicherweise noch weitere der oft schwer unterscheidbaren Saftlinge und Ellerlinge gefunden werden. So fand Matthias Schwarz in der Dellbrücker Heide fünf Arten, allerdings nur außerhalb des Einflussbereichs von Hundehaltern. Denn neben der Stickstoffdeposition aus der Luft, ursächlich aus Verbrennungsmotoren und Kohlekraftwerken, ist die direkte unnatürliche Nährstoffanreicherung durch Hundekot ein wesentliches Problem für den Erhalt der Saftlinge und der gesamten biologischen Vielfalt insbesondere von offenen Lebensraumtypen.

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