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Was flattert da so früh im Jahr und spät am Abend?

In der kurzen Warmphase Ende März haben sich schon einige Kreaturen hervor gewagt, die sonst erst Ende April aus der Winterruhe kommen.

30.03.2021: Fledermaus im Königsforst

30.03.2021: Fledermaus im Königsforst

© Justus Siebert
Bei einem abendlichen Frühlingsspaziergang, mit sommerlichen Temperaturen, z.B. durch den Königsforst, konnte man dieser Tage das Gute-Nacht-Konzert unserer Singvögel erleben, zu dieser Zeit neben dem allgegenwärtigen der Amsel auch das des Rotkehlchens. Die Flugobjekte, die da in der Abenddämmerung gegen den noch nicht ganz dunklen Himmel zu erkennen waren, das waren aber nicht nur Vögel auf dem Flug zur nächtlichen Ruhestatt, das waren auch bereits unsere Freunde der Nacht – Fledermäuse.

Denn mit der warmen Witterung hat es auch Fluginsekten hervorgelockt, u.a. Nachtfalter, auf welche die Fledermäuse als Insektenfresser Jagd machen. Bei diesen Jagdflügen geht es meist im Zickzack-Kurs umher, es ist auch eher ein Flattern, wodurch man die Flatterei vom eher geradlinigen Flug eines Vogels unterscheiden kann. Viel mehr kann man meist nicht erkennen, es ist halt dunkel wenn sie unterwegs sind, dementsprechend auch nicht, um welche Art es sich handelt. Im Kölner Raum z.B. gibt es an die 9 Fledermaus-Arten, die häufigste ist die Zwergfledermaus, die nicht nur in Wald und Heide zu finden ist sondern auch in der Stadt, in Parks und Gärten. In der Wahner Heide und im Königsforst kann man aber auch den Großen Abendsegler beobachten, der, wie der Name schon vermuten lässt, deutlich größer als die Zwergfledermaus ist. Für Nicht-Experten ist dennoch schwer, die selbst diese beiden zu unterscheiden, vor allem wenn das beobachtete Objekt weit oben flattert, wo man die Größe nicht gut einschätzen kann.

Auch Experten können die Art sicher in der Regel nur mit Fledermaus-Detektoren bestimmen, welche die Ultraschall-Rufe hörbar machen. Und dann muss man nur noch wissen, welche Fledermaus welche Rufe von sich gibt… Vielleicht bieten wir (Bündnis Heideterrasse e.V.) diesen Sommer nochmal eine Fledermaus-Exkursion in der Wahner Heide an, mal schauen, wie dann die Corona-Situation aussieht und ob unser Fledermaus-Experte Jonas Schaffrath dann Zeit hat.

30.03.2021: Feuersalamander im Königsforst

30.03.2021: Feuersalamander im Königsforst

© Justus Siebert
Mit dem Kälteeinbruch jetzt über Ostern dürfte es erstmal wieder vorbei sein mit der Abendvorstellung der Fledermäuse, aber der Frühling kommt bestimmt, und dann lohnt sich bei einem Abendspaziergang schonmal der Blick gegen den Himmel. Gibt es da nix zu sehen, weil es vielleicht zu regnerisch ist, dann lohnt sich im Königsforst vielleicht ein Blick auf den Boden. Denn im Gegensatz zu den Fledermäusen, die bei starkem Regen keine fliegenden Beutetiere finden, lieben andere nachtaktive Waldbewohner genau das, weil ihre Beutetiere, Regenwürmer und Schnecken, gerade jetzt hervorkriechen: Feuersalamander. Wenn man den richtigen Abend erwischt kann es sein, dass einem gleich mehrere über den Weg laufen. Aber meist begegnet man sich eben doch nicht, weil wir halt doch einen recht verschiedenen Biorhythmus haben.

Es gibt übrigens noch weitere Nachtschwärmer in unserer heimischen Natur vor der Haustür, von denen dann vielleicht in einem nächsten Beitrag.

30.03.2021, gegen 20:15 Uhr: Fledermäuse im Königsforst

© Justus Siebert

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